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Arbeitsgespräch mit Bundesminister Martin Kocher zu den aktuellen Herausforderungen für die Wirtschaft

© Foto: WBNÖ/Imre Antal

Arbeitsgespräch mit Bundesminister Martin Kocher zu den aktuellen Herausforderungen für die Wirtschaft

Im Mittelpunkt stand die Umsetzung der Energiehilfen, Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel und branchenspezifische Herausforderungen.

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher war zu einem gemeinsamen Arbeitsgespräch mit dem NÖ Wirtschaftsbund in St. Pölten zu Besuch. Wirtschaftsbund Landesobmann WKNÖ Präsident Wolfgang Ecker, WBNÖ Direktor Harald Servus und zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer diskutierten mit dem Bundesminister über die aktuellen Herausforderungen in den unterschiedlichen Branchen, Maßnahmen gegen den Arbeitskräftemangel und die weiterhin massive Belastung für die Betriebe durch die hohen Energiepreise.

„Die heimische Wirtschaft steht durch die hohen Energiepreise weiterhin massiv unter Druck. Die Unternehmen brauchen nun rasch Klarheit, wann sie mit den bereits zugesagten Hilfen rechnen können“, sagte WBNÖ Landesobmann WKNÖ Präsident Wolfgang Ecker. Die noch ausständigen Richtlinien zum Energiekostenzuschuss 2 und zur Energiekostenpauschale für die kleineren Unternehmen müssten rasch auf den Tisch kommen und eine unkomplizierte Auszahlung an die Unternehmen sichergestellt werden. Angesichts der bereits entstandenen Verzögerungen brauche es außerdem rasch Überbrückungshilfen, um die Liquidität der Unternehmen sicherzustellen.

WBNÖ Direktor Harald Servus ging auf die Dringlichkeit von Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt ein: „Trotz der nachlassenden Auftragslage und der enormen Belastung durch die hohen Energiepreise suchen die Unternehmen weiterhin händeringend nach Mitarbeitern“, sagt Servus. Es sei grundsätzlich positiv, dass es aktuell eine Rekordbeschäftigung in Niederösterreich gebe. Gleichzeitig gebe es jedoch auch eine Rekordzahl an offenen Stellen. Die Lage sei ernst und es brauche rasch weitere Maßnahmen, um zusätzliches Potential am Arbeitsmarkt zu heben. Hier sei insbesondere der Koalitionspartner auf Bundesebene gefragt, weitere Schritte nicht zu blockieren. „Die Lösungsansätze liegen auf dem Tisch“, sagt Servus.

In seinem Eingangsstatement gab Bundesminister Martin Kocher eine Einschätzung zur weiteren Entwicklung der Inflation ab: „Die Inflation ist trotz der jüngsten unerfreulichen Nachrichten für den April generell leicht rückläufig. Wir setzen nun alles daran, dass die Teuerung weiter zurückgeht“, sagt Kocher. Es sei wichtig für den Wirtschaftsstandort, die Differenz zwischen Österreich und Deutschland bei der Inflation zu schließen. Hinsichtlich der Maßnahmen gegen den Mitarbeitermangel seien laut Kocher wichtige Schritte gelungen: „Durch die bereits umgesetzte Reform der Rot-Weiß-Rot – Karte werden wir die Anzahl der ausgestellten Karten heuer deutlich steigern können“, sagt Kocher. Dies sei aber nur einer von vielen Schritten, um den Arbeitskräftemangel zu lindern. Bezüglich der Umsetzung der zugesagten Energiehilfen zeigte sich Bundesminister Martin Kocher optimistisch: „Wir arbeiten mit Hochdruck an der Finalisierung der Richtlinien für den Energiekostenzuschuss 2 und das Pauschalfördermodell und ich bin zuversichtlich, dass wir hier in den nächsten Wochen zu einem Abschluss kommen“, so Kocher.

Weiters wurden von den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern wichtige Herausforderungen aus den unterschiedlichen Branchen in die Diskussion eingebracht. Der Bogen spannte sich dabei von Themen der Digitalisierung und des Bürokratieabbaus, über eine verstärkte Unterstützung der Lehrlingsausbildung bis hin zum Thema Bildungskarenz.

„Vielen Dank an Bundesminister Martin Kocher für den offenen und ehrlichen Meinungsaustausch“, so Ecker und Servus abschließend. Im Kampf gegen die hohen Energiekosten und gegen den Arbeitskräftemangel gehe es nicht nur um das Überleben vieler Betriebe, sondern auch um die weitere Entwicklung und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes. Es müsse daher sichergestellt werden, dass die Hilfen unkompliziert abgewickelt werden und rasch bei den Unternehmen ankommen.

Titelbild (v. l.): WBNÖ Landesobmann WKNÖ Präsident Wolfgang Ecker, Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher und WBNÖ Direktor Harald Servus.

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