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WBNÖ fordert mehr Tempo bei Maßnahmen gegen die Energiepreisexplosion

© Foto: WBNÖ/Monihart

WBNÖ fordert mehr Tempo bei Maßnahmen gegen die Energiepreisexplosion

Viele Betriebe können die exorbitanten Energiepreise nicht mehr lange stemmen. Bund muss rasch Lösungen präsentieren.

Der NÖ Wirtschaftsbund sieht angesichts der dramatischen Entwicklung auf den Energiemärkten die Bundesregierung in der Pflicht und erneuert seine Forderung nach einem Energiekostenausgleich für die Betriebe. „Viele Betriebe können die starken Preissteigerungen nicht 1:1 an ihre Kunden weitergeben. Daher arbeiten zahlreiche unserer Unternehmerinnen und Unternehmer nicht mehr kostendeckend. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung sich dieser harten Realität bewusst ist und nicht länger zuschaut, sondern rasch handelt“, sagt WBNÖ Landesobmann WKNÖ Präsident Wolfgang Ecker und fordert eindringlich: „Es ist daher alternativlos, dass als kurzfristige Maßnahme jene Betriebe, die Hilfe brauchen, auch rasch, zielsicher und unbürokratisch Unterstützung bekommen.“ Es brauche rasches und entschlossenes Handeln sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene.

„Viele Betriebe können die starken Preissteigerungen nicht 1:1 an ihre Kunden weitergeben. Daher arbeiten zahlreiche unserer Unternehmerinnen und Unternehmer nicht mehr kostendeckend. Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung sich dieser harten Realität bewusst ist und nicht länger zuschaut, sondern rasch handelt.“

Wolfgang Ecker

„Ob Bäcker, Tischler, Gastronomiebetrieb oder Transportunternehmen, für viele kleine und mittlere Betriebe ist es bereits fünf nach zwölf“, sagt WBNÖ Direktor Harald Servus und erneuert die Forderung des NÖ Wirtschaftsbundes eine Energiekostenvergütung für die Betriebe umzusetzen. „Es braucht endlich auch Maßnahmen für die Betriebe, um eine noch schlimmere Entwicklung abzuwenden und Planungssicherheit zu geben“, so Servus. In Niederösterreich könnten Privathaushalte bereits ab 1. September einen Strompreisrabatt beantragen. Der Bund sei aufgefordert hier rasch nachzuziehen, denn dies sei eine wichtige Maßnahme, um die Kaufkraft zu stärken. Aber auch für die Unternehmen müsse nun rasch ein, den dramatischen Entwicklungen angepasster, Energiekostenausgleich auf den Weg gebracht werden. Darüber hinaus sei es notwendig, dass der bereits beschlossene Energiekostenzuschuss für alle energieintensiven Unternehmen praxistauglich gestaltet und für alle rasch zugänglich gemacht werde.

Der NÖ Wirtschaftsbund begrüßt in dem Zusammenhang die Initiative des Bundeskanzlers, auch auf eine gesamteuropäische Lösung zu drängen. „Mittelfristig muss es auf europäischer Ebene eine Lösung zur Entkoppelung des Strompreises vom Gaspreis, dem Merit-Order-Prinzip, geben“, so Ecker, denn am Ende gehe es nicht nur um die Existenz der niederösterreichischen Unternehmerinnen und Unternehmer, sondern auch um die ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie um die gesamte Gesellschaft. „Das Merit Order System sei grundsätzlich ein gutes System, in dem Marktmechanismen greifen können. In der aktuellen Situation, in welcher der Gaspreis praktisch der Willkür eines Mannes ausgesetzt ist, funktioniert das aber nicht mehr“, ergänzt Servus. Um dieses Marktversagen nachhaltig in den Griff zu bekommen, müssen auf europäischer Ebene so schnell wie möglich energische Schritte gesetzt werden.

„Unsere Betriebe und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können nicht länger warten, bis endlich etwas geschieht“ so Ecker und Servus abschließend. Es müssten nun unverzüglich Maßnahmen gesetzt werden, um Unternehmen und Arbeitsplätze nicht zu gefährden.


Bildtext: WBNÖ Landesobmann WKNÖ Präsident Wolfang Ecker und WBNÖ Direktor Harald Servus fordern rasch effektive Maßnahmen gegen die exorbitanten Energiepreise.

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